Joachim HorstGriechisches Olivenöl

Warenkunde

Fettsäuren: Omega 3, 6 und 9

Rund drei Viertel Ölsäure: Warum das Fettsäureprofil Olivenöl hitzestabil und in der mediterranen Küche unverzichtbar macht.

Das Fettsäureprofil von Olivenöl

Natives Olivenöl extra besteht überwiegend aus einfach ungesättigten Fettsäuren. Ein typisches Profil sieht so aus:

FettsäureTypAnteil (ca.)
Ölsäure (Omega 9)einfach ungesättigt70–80 %
Linolsäure (Omega 6)mehrfach ungesättigt5–15 %
Alpha-Linolensäure (Omega 3)mehrfach ungesättigt0,5–1,5 %
Palmitin- und Stearinsäuregesättigt10–18 %

Omega 9 – Ölsäure

Ölsäure ist die dominierende Fettsäure im Olivenöl. Sie ist chemisch vergleichsweise stabil, weil sie nur eine Doppelbindung besitzt. Deshalb verträgt natives Olivenöl extra normales Braten und Dünsten besser als viele mehrfach ungesättigte Öle.

Omega 6 und Omega 3

Linolsäure (Omega 6) und Alpha-Linolensäure (Omega 3) sind essenziell: Der Körper kann sie nicht selbst bilden, sie müssen über die Nahrung aufgenommen werden. Olivenöl liefert beide in einem moderaten, ausgewogenen Verhältnis – es ist allerdings kein Omega-3-Lieferant im engeren Sinne; dafür sind fetter Seefisch, Lein- oder Rapsöl die besseren Quellen.

Die zugelassene EU-Angabe

Der Ersatz gesättigter Fettsäuren durch ungesättigte Fettsäuren in der Ernährung trägt zur Aufrechterhaltung eines normalen Cholesterinspiegels im Blut bei.

Diese Angabe ist zugelassen für Lebensmittel mit hohem Anteil ungesättigter Fettsäuren – wie natives Olivenöl extra. Weitergehende Aussagen zu einzelnen Erkrankungen sind für Lebensmittel unzulässig.

In der Küche

  • Kalt: über Salat, Tomaten, Käse, Suppen und gegrilltes Gemüse – so bleiben Aroma und Inhaltsstoffe erhalten.
  • Warm: zum Anbraten und Schmoren bei mittlerer Hitze gut geeignet.
  • Nicht geeignet: sehr hohes, langes Frittieren – dafür lohnt der Preis eines guten nativen Öls schlicht nicht.