Joachim HorstGriechisches Olivenöl

7. Mai 2024

Olivenöl in der Schwangerschaft

Ein häufig gestelltes Thema – hier sachlich, ohne unzulässige Wirkversprechen.

Immer wieder werden wir gefragt, ob natives Olivenöl extra in der Schwangerschaft besonders empfehlenswert sei. Wir beantworten das bewusst zurückhaltend, denn zu Schwangerschaft und Stillzeit sind für Lebensmittel praktisch keine gesundheitsbezogenen Angaben zugelassen.

Was sich sachlich sagen lässt

Natives Olivenöl extra ist ein naturbelassenes Lebensmittel aus rein mechanischer Gewinnung. Es enthält von Natur aus überwiegend einfach ungesättigte Fettsäuren, Vitamin E und – bei früher Ernte – Polyphenole. In der mediterranen Küche ist es das zentrale Fett; es wird kalt über Speisen und warm zum Dünsten verwendet.

Zugelassen sind dazu diese Angaben:

  • Der Ersatz gesättigter durch ungesättigte Fettsäuren in der Ernährung trägt zur Aufrechterhaltung eines normalen Cholesterinspiegels bei.
  • Vitamin E trägt dazu bei, die Zellen vor oxidativem Stress zu schützen.
  • Olivenöl-Polyphenole tragen dazu bei, die Blutfette vor oxidativem Stress zu schützen – bei mindestens 5 mg Hydroxytyrosol und Derivaten je 20 g Öl und einer täglichen Aufnahme von 20 g.

Worauf es bei der Qualität ankommt

  • naturbelassen und rein mechanisch gewonnen, ohne Raffination
  • konkrete Herkunft, Sorte und Erntejahr auf der Flasche
  • dunkles Glas, kühl und lichtgeschützt gelagert
  • sensorisch fehlerfrei: grasig-fruchtig, bitter, leicht pfeffrig

Bitte beachten

Fragen zur Ernährung in Schwangerschaft und Stillzeit gehören in die Hände Ihrer Ärztin, Ihres Arztes oder einer Ernährungsfachkraft. Dieser Beitrag beschreibt ein Lebensmittel und ersetzt keine medizinische Beratung.